Review

Meine Ewartungen an "Syriana" waren zugegebenermassen ziemlich hoch gesteckt. Zum einen wegen George Clooney in einer der Hauptrollen und zum anderen die Lust mal wieder einen wirklich Anspruchsvollen Film zu sehen zu bekommen. Leider wurden eben diese Erwartungen in keinster Weise erfüllt.

Das Problem das mir der Film zum Grossteil bereitet sind die vielen Handlungsstränge (mind. vier), von welchen keiner so richtig konsequent verfolgt wird. Für einen äußerst Aufmerksamen Zuschauer mag dies vielleicht eine Herausforderung sein, aber mir persönlich war dies dann doch zu übertrieben. Er wirkt bzw. ist im Endeffekt ganz einfach Langweilig. Daran kann auch ein gut spielender George Clooney oder ein Matt Damon nichts daran ändern. "Syriana" ist frei von jeglicher Action bzw. Spannung - wovon man doch zumindest ein klein wenig hätte erwarten können.
Und ob die vielen Untertitel des Films wirklich als angemessen betrachtet werden können ist auch fraglich. Für mich wirkten diese eher nervend bzw. liessen so manchen Handlungsstrang endültig reissen.

Ein paar kleine Pluspunkte kann "Syriana" jedoch zum einen damit verzeichnen, zu schildern wie es in der Ölpolitik so abläuft und zum anderen für die musikalische Untermalung. Da ersteres aber wohl für keinen mehr ein Geheimnis darstellen sollte ist auch dieser Vorteil bald dahin.
Was "Syriana" im Endeffekt erreichen will steht in den Sternen, vor allem mit seiner total verwirrend und wild durcheinander gemischten Handlung die irgendwie nicht so richtig zu einem Ende finden mag, dieses dann allerdings doch ganz abrupt findet und den sich den Zuschauer an den Beginn des Filmes zurückversetzt fühlt - man ist hinterher genauso schlau wie vorher.

Fazi: Zu viele Handlungsstränge ohne einen davon konsequent zu verfolgen. Selbst gute Schauspieler machen aus "Syriana" keinen Film der hohen Ansprüche, sondern eher zu einer "Gute-Nacht-Geschichte".

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