Fünf Jahre nach den schrecklichen Ereignissen am Camp Crystal Lake, wo eine irre Frau, einen Teenager nach dem anderen abschlachtete, aus Rache an ihren verstorbenen Sohn, der viele Jahre zuvor dort ertrank, sind nun vergangen. Alice (Adrienne King), die einzig überlebende des ersten Teils, gelang es Mrs Voorhees zu köpfen und leidet seither unter schlimmen Alpträumen.
Für das erste Sequel von "Freitag der 13." holte man den Sohn Jason Voorhees zurück. Jason hat nur ein Ziel: Er will sich an alle Teenager für den Mord an seiner Mutter rächen und da passt es ihm gut, dass in der Nähe des alten Crystal Lake, welches von den örtlichen Behörden der Öffentlichkeit unzugänglich gemacht wurde, ein neues Camp eröffnet wurde. Die Teenager halten Jason Voorhees nur "noch" für eine Legende, doch schon bald werden sie eines besseren belehrt...
Die Geschichte von "Freitag der 13." hat außer Jason nichts neues zu bieten und ist somit eine der größten Schwachstelle des Filmes. Man hat ihr versucht, die einfach gestrickte Story des ersten Teils einfach zu kopieren, ohne dabei, auf nur eine neue Idee tiefer einzugehen. Desweiteren kristallisiert sich im Film einfach keine sympatische Hauptfigur hervor. Hierzu ist zu sagen, dass die Performance der Darsteller/innen etwas schlechter ist, als die des Vorgängers.
Der Film beginnt sehr spannend, nämlich mit einem Rückblick des grandiosen Finale von "Freitag der 13.". Außerdem erfährt der Zuschauer, wie es mit Alice, Hauptdarstellerin des ersten Teils weiter geht. Nach dem Rückblick und Vorspann beginnt die eigentliche Handlung von "Freitag der 13. Teil 2", die zunächst einmal für die nächste halbe Stunde nur langweilt. Die Sequenzen unter den Teenagern sind einfach zu lang gezogen, jedoch gelingt es Regisseur Steve Miner mit einer interessanten Verfolgungsjagd (Jason / Polizist) etwas Abwechslung reinzubringen. Sobald die Handlung in der Umgebung des Waldes spielt, nimmt der Zuschauer immer wieder den Blickwinkel von Jason Voorhees ein, was sehr gut gelungen ist, da es zum einen, untermalt mit dem fantastischen Score von Harry Manfredini, für Spannung sorgt und zum anderen eine ähnliche Atmosphäre wie im ersten Teil aufkommt. Die Splatter Effekte sind hier nicht so hoch wie im ersten Teil, da Steve Miner sein Werk bekanntlich an einigen Stellen schneiden musste, um eine R-Rated Freigabe zu bekommen. Dennoch lassen sich die gut platzieren Splatter-Szenen, wie das Make-Up von Jason, wo man ihn am Ende des Filmes ohne Sack über den Kopf sieht, sehen.
Fazit:
Nach einem gelungenen Anfang, einen zu lang geratenen Mittelteil aber wiederum spannenden Ende, kann sich "Freitag der 13. Teil 2" sehen lassen, obwohl ich der Meinung bin, dass die Fortsetzung zu eifrig produziert wurde um an den Erfolg des ersten Teils anzuknüpfen.
8/10 B.Vaupel