Review

Schon vor einigen Jahren sprang mir dieser Film ins Auge, als ich gerade so mitten drin war in den italienischen Sandalenfilmen. Doch dies ist ein amerikanischer Film und so wartete ich noch etwas ab, bis ich zur DVD griff.

König Leonidas ist der König Spartaner einem Menschenschlag der Griechen, dass sich durch besonderen Mut, Stärke und Können im Kampf auszeichnet. Das verwundert nicht, denn ihr gesamtes Leben ist auf das Kämpfen ausgerichtet.
Als Griechenland von den Heerscharen des Xerxes bedroht wird will sich Leonidas ihm mutig entgegen stellen, denn es geht um die Freiheit seines Landes. Seine Landsleute sehen das nicht so ernst und verweigern ihm ihre Unterstützung. Kurz entschlossen zieht er mit seiner Leibwache, die aus 300 tapferen Kriegern besteht, in den Kampf und setzt Xerxes damit ernsthaft zu. Leonidas Unterstützung ist nicht sehr groß und die Chancen stehen schlecht. Doch ein Spartaner kämpft für Hundert und auch mutig bis zum Tod, denn Kämpfen ist seine Bestimmung.

Wer nach dieser kurzen Inhaltsangabe ein DejaVu Erlebnis hat, weil er vor kurzem Zack Snyders 300 sah, dem sei gesagt, dass es sich hier um die gleiche Geschichte handelt. Ein historisch überliefertes Ereignis, welches wirklich statt gefunden hat. Ebenso wie es das Volk der Spartaner gab, die nach bestimmten Gesetzen und Regeln lebten, die auf den Kampf ausgerichtet waren.

In den 50er und 60er Jahren waren opulente Monumentalepen im amerikanischen Kino groß in Mode. Unheimlich aufwendig produzierte Kostümfilme begeisterten das Publikum und boten neben riesigen Schlachtenszenen auch eine unterhaltsame Geschichte.
Die Geschichte von „Der Löwe von Sparta“ beruht auf Überlieferungen und wurde von Regisseur Rudolph Malté wirklich beeindrucken in Szene gesetzt. Hier bekommt man nicht nur Schlachtszenen der Spitzenklasse zu sehen, sondern auch phantastische Naturaufnahmen, beeindruckende Kostüme und sehr gute Schauspieler. Allen voran Richard Egan, der mit seiner Kräftigen Erscheinung wie geschaffen war für die Rolle von König Leonidas. Aber auch David Farrar sollte man erwähnen, der den Xerxes mit einer beeindruckenden Performance darstellt. Er macht die Figur zum wirklichen Tyrannen, der skrupellos das eigene Volk metzelt um sein wahnwitziges Ziel zu erreichen.
Erwähnen möchte ich noch Diane Baker, die mir in ihrer Rolle der Jenny Lindenbrook in der 59er Verfilmung von „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ in angenehmster Erinnerung ist und auch hier ihrer Rolle der Ellas das nötige Format gibt.

„The 300 Spartans“, wie der Film im Original heißt, ist ein wirklich beeindruckender Film, der in meinen Augen auch neben einem „Spartacus“, „Die zehn Gebote“ oder „Ben Hur“ stehen kann, auch wenn er deren Größe nicht ganz erreicht. Ein wirklich durch und durch gelungener Film.

P.S.: Unter den Darstellern werden Kenner des Harryhausen Filmes „Jason und die Argonauten“ zwei bekannte Gesichter ausmachen können. John Crawford zum einen, der hier Leonidas rechte Hand ist und in „Jason and the Argonauts“ als Polydeuces zu sehen ist. Und Laurence Naismith, der im Harryhausen Abenteuer als Argos zu sehen ist und in „The 300 Spartans“ als erster Delegierter in Erscheinung tritt.


Ein kurzes Wort zur deutschen DVD:

Die DVD kann man sich ohne weiteres kaufen, denn das gebotene Bild ist für einen Film dieses Alters wirklich hervorragend. Und auch der Ton weiß zu begeistern. Tonrauchen kann man zwar hören, doch es hält sich weitestgehend zurück. Ein klares und ausgewogenes Klangbild überwiegt.
Leider bietet die Scheibe keinerlei Extras, was angesichts des qualitativ sehr hochwertigen Filmes sehr schade ist. In der „Gosse Film – Klassiker“ Edition von 20th Century Fox enthält die Verpackung noch eine Postercard mit der Coverabbildung, sowie ein mehrseitiges Booklet mit einigen wenigen sehr aufschlussreichen Informationen.

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