Review

„Penetration Angst“, - Guck mich, und du wirst bescheuert!
Da hat sich Wolfgang Büld aber mal etwas Besonderes einfallen lassen, um Biertrinker, die bis zu Komagrenze konsumieren, zu erfreuen.
In diesem Trashbeitrag geht es um eine junge Frau, deren Mumu ständig nach frischen Kerlen verlangt.
Und um den Typen, der sie eigentlich von Herzen liebt, aber bei zwei ganz anderen Damen landet.
Somit bringen verschiedene Handlungsstränge zumindest ein wenig Abwechslung in das ansonsten lahme und einfältige Geschehen.

Im Mittelpunkt steht Helen (Fiona Horsey), die soeben von einem Jack im Auto ausgetrickst wird. Helen will sich ja gar nicht die Grotte betatschen lassen, aber dieser Hallodri klemmt sie doch tatsächlich zwischen das Seitenfenster seines Schlittens, poppt drauf los und kommt nach zehn Sekunden, - Pech für ihn, denn er wird von Helens Vagina eingezogen (Der Effekt sieht richtig scheiße aus).
So ergeht es dann nachfolgend allen Herren, die mit ihrem Lustzentrum Bekanntschaft machen.

Da gibt es einen Gynäkologen, der während seiner Arbeitszeit ja selten Muschis sieht und deshalb Helen eine Spritze verpasst, um sie zu vergewaltigen. Am Ende findet sich lediglich ein Kondomchen auf dem Untersuchungsstuhl, - der wurde ebenfalls weggesaugt.

Aber wir haben ja auch noch den biederen Dennis, der Helen von Herzen liebt und gar nicht weiß, wo ihm der Iltis steht. Deshalb sorgt er sich in immer wiederkehrenden Szenen um unseren Muschisauger, lässt aber doch von ihr ab und widmet sich schon bald einem Teil eines siamesischen Zwillings und im dritten einer Tabledancerin, mit der er letztlich eine Bank ausraubt und flieht. Am Ende treffen die beiden Schicksalsbestimmten wieder aufeinander, aber bis dahin passiert viel Doofes.

Helen wird von einem Rollifahrer angebaggert, ihr Stiefvater, wie sich später herausstellt. Weil ihre (nie im Bild zu sehende) Saftpresse ständig „Feed me“ flüstert, müssen bei Schwanzmangel auch mal Würstchen aus dem Glas herhalten.
Als Nutte in London macht Helen Bekanntschaft mit einem Anzugesel, der sie sogleich bondaged und weil er mal an den Lippen unterhalb des Bauchnabels schnubbert, wird seine Zunge gar 60 Zentimeter lang (der Effekt sieht ebenfalls richtig scheiße aus), bevor er einkassiert wird. Tja, zu dumm, Helen ist gefesselt und dem Tode geweiht, aber irgendein Bobby wird sie schon befreien und der will ausnahmsweise mal nicht schnubbern.

Zurück zu Dennis. Der fickt inzwischen den falschen siamesischen Zwilling (man macht schließlich das Licht aus und beim Wenden von zwei Körpern kann man schon mal ins falsche Loch schießen) und ist über seinen Irrtum so erbost, dass er den ständig lästernden Schwesternteil mit dem elektrischen Brotmesser unglücklich bearbeitet, so dass dieser stirbt.
Hätte ein kompetenter Arzt kaum besser erledigen können, nur die Übriggebliebene ist etwas sauer und schwört Rache.
Dennis muss also untertauchen, sich ein dummes Bärtchen ankleben, um in der nächsten Bar die Stripperin Pinky kennen zu lernen, die ziemlich schnell die Idee von einem Bankraub hat.
Wird gemacht, aber ein Wachmann wird getötet, also muss man fliehen.

Was ist inzwischen aus der Vaginamutation Helen geworden? Die hat ihren Traumjohn gefunden und befindet sich im Wohnwagen auf Hochzeitsreise. Prompt taucht das Räuberpärchen Dennis und Pinky bei denen auf, weil ihr Auto schlapp gemacht hat, - die kleine Zufallswelt von Büld.
Die frisch Vermählten werden gefesselt, Dennis holt sich am Strand einen Sonnenbrand am Stöpsel, der mit Joghurt gekühlt wird und am Ende haben sich alle scheinbar Guten wieder lieb und die moralisch Bösen verschwinden in einem luschigen CGI-Effekt, so haben wir das gerne.

Mal ehrlich, natürlich ist das Schund.
Man erfährt keinerlei Hintergründe, warum Helens Vagina ständig neue Kerle verschlingt, geschweige denn, in welcher Form die verarbeitet werden.
Das muss man einfach so hinnehmen, - Vagina hat Hunger.

Zudem haben wir eine gar furchteinflössende Synchro und grenzdebile Dialoge, vor allem, wenn´s ums Poppen geht.
Das fällt besonders in der ersten Hälfte auf, in der eigentlich nichts weiter passiert, als dass Helen jeden Kerl um den Finger wickelt, um ihn anschließend zu verfüttern.
Wenn sich die nebeneinander ablaufenden Handlungsstränge gegen Ende zusammenfügen, wirkt das alles übermäßig konstruiert, zudem ist die Auflösung viel zu glatt für einen Trashbeitrag dieser Art.

Darstellerisch ist da nicht alles verloren. Fiona Horsey sieht ja ganz knuffig aus, wenn sie einerseits ständig blank zieht, ohne andererseits Details preiszugeben. Die kann herrlich naiv gucken, wenn sie nicht weiß, wie sie Abneigung ausdrücken soll.
Etwas routinierter geht da Paul Conway zu Werke, der in stilleren Momenten durchaus zu überzeugen weiß. Zumindest ist er viel besser als die Siamesischen Zwillinge, die zwar auch in Wirklichkeit Schwestern sind, aber nicht an den Armen zusammengewachsen (wie sollten die sich wohl die unterschiedlichen Oberbekleidungen anziehen?).
Die spielen zwar auch naiv, aber nervig naiv, wie blutige Anfänger.

Ah! Blutiger Anfänger ist das Stichwort für Autor und Regisseur Büld an dieser Stelle.
Denn das Treiben kommt einem vor allem während der ersten Hälfte wie Stunden vor. Von Drive hat der Typ offenbar noch nichts gehört und zergeht förmlich in sekundenlangen Einstellungen, die manchmal noch nicht einmal schön sind.
Die Effekte sind erbärmlich, wirklich freizügig ist innerhalb der Darstellung rein gar nichts und nur die verschiedenen Handlungsstränge sorgen für ein wenig Abwechslung.

Insgesamt ist der Film nur zu ertragen, wenn man nebenher mit Biertrinken oder einem Puzzle beschäftigt ist, - am besten mit beidem.
Für Trashfreunde zu harmlos, für alle anderen zu befremdlich und mit Sicherheit erfüllt der Streifen in den seltensten Fällen die Erwartungen.
Ich hatte mir auch mehr von der männermordenden Vagina versprochen,
3 von 10

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