Vergessener Amateur-Kung Fu Exploitation-Knaller
Heutzutage Parodie. Damals ernst gemeint. Der wunderbare Martial Arts-Exploitationer "Death Promise" erzählt von New Yorker Hausbewohnern, deren reiche und fiese Vermieter vor nichts zurückschrecken um sie aus dem Gebäude zu bekommen. Ratten, abgedrehte Leitungen, Schläger, Killer... Jetzt ist es Zeit zurückzuschlagen! Einfach köstlich. Sowas wird schon lange nicht mehr gemacht. Jeder der Filme mag, die so mies sind, dass sie wieder rocken, der muss diesen Rumble in The Grossstadt-Jungle einfach gut finden. Nach klassischen Bewertungskriterien kaum zu greifen, mit Liebe zum guten-schlechten Kino schon eher. Einer der witzigsten und unterhaltsamsten westlichen Kung Fu-Filme. Den kennen eindeutig viel zu wenig Leute. Selbst eingefleischte Trashomaniacs eher selten.
Man merkt jederzeit, wieviel Leidenschaft und Enthusiasmus die Macher und alle Beteiligten in diesen käsigen Racheactioner gesteckt haben. Das ersetzt leider jedoch kein Können... Ein paar schräge Eastern als Vorbild genommen und fertig war der Kung Fu-Kitsch auf den Dächern und in den Straßen des Big Apple. Allein der einläutende Titeltrack ist heißer als die Sonne. Der Regisseur heißt mit Nachname Warmflash - Lachflash wäre passender gewesen. Denn während es die Fights noch durchaus ernst meinen, ist der Rest einfacher sinnlos, daneben und so schlecht, dass echtes Lachmuskeltraining bevorsteht. Ebenfalls lächerlich ist, dass der Titel (in Deutschland charmant "Slum Fighters" betitelt) lange Zeit indiziert war. Das konnten man doch auch vor 30 Jahren schon nicht ansatzweise ernst nehmen?! Freunde schnappen, Biere zischen, Spaß haben. Nicht viel anders haben es die Herren auf dem Bildschirm sicher auch getan!
Fazit: Charmant. Simpel. Dämlich. Cool. 70er. "Death Promise" ist eine Kreuzung aus "Death Wish" und Bruce Lee. Billig & butterweich. Ein New Yorker Original. Fast so gut wie sein Poster!