Der erste Tag als Pizzalieferantin läuft für Sam nicht besonders. Hinter den Türen der Kunden gehen merkwürdige Dinge vor sich und mit dem Trinkgeld sind sie auch mehr als sparsam. Richtig schlimm wird es aber, als sie bei einer Lieferung in ein satanisches Ritual platzt. Denn die Anwesenden benötigen dafür noch eine Jungfrau und so stolpert das Szenario in der von Chelsea Stardust inszenierten Horrorkomödie über die Laufzeit, wenn die in rot gekleideten Kultisten der jungen Dame durch die Nachbarschaft nachjagen.
Wobei weder der Horror- noch der Komödienaspekt sonderlich stark ausgebaut ist. Sind die ersten Minuten als Einführung von Sam und ihrem neuen Job noch amüsant, so will sich nach dem Einsetzen der Haupthandlung einfach keine richtige Verve einstellen. Hier und da ist das mal blutig, immer wieder will der Streifen auch Humor unterbringen. Man merkt ihm das Bemühen an. Ebenso aber auch, dass das Skript recht aufgeblasen wurde, um auf die fast neunzig Minuten zu kommen. Dazu sind die darstellerischen Leistungen wechselhaft. Hayley Griffith (Sam) und Rebecca Romijn (als Anführerin Danica Ross) ziehen sich noch gut aus der Affäre. Ruby Modine (Tochter Ross) oder Arden Myrin als mit-Kultistin spielen dafür kaum was auf den Punkt. Ist kein Drama, soll unterhalten, dafür reicht es unterm Strich irgendwie und immer wieder mal fördert „Satanic Panic“ eine unterhaltsame Episode zutage. Insgesamt hat das aber zu wenig Zug und plätschert immer mal wieder tonal unentschlossen durch die Siedlung.
„That's a very personal question.“
Streckenweise nette Mischung aus Satanistengedöns und Komödie, wobei beides nicht vollends funktioniert, weil unentschlossen und zu wenig auf Tempo bedacht. „Satanic Panic“ hat ein paar spaßige Szenen, wenn der Humor auch eher flach bleibt und gerade im Hinblick auf den Genremix und die Freigabe da mehr Zeigefreudigkeit erwartet wurde. Schlurft mir insgesamt zu kraftlos konstruiert durch den Ritualgarten.
Kann man machen, muss man aber nicht.