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Man mag es bereits Fragmenten des Titels entnehmen, dass es sich mal wieder um eine Variante von Rotkäppchen handelt, - zwar ohne Großmutter, dafür jedoch mit Werwölfen und Zombiegirl. The Asylum verpulvern natürlich nicht ihr Budget, doch man merkt dem Endprodukt an, dass es hüben wie drüben an Motivation mangelt.

Als Samantha stirbt, wird sie mit einem roten Umhang und einem Schwert im Wald begraben. Wenig später erscheint sie scheinbar lebendig, um Sheriff Adam (Eric Balfour) und seinem Gefolge bei einer Werwolfattacke zu helfen. Immer mehr Einwohner fallen den Biestern zum Opfer, doch der Oberwerwolf wartet noch in seinen Löchern. Bis die Nacht des Blutmondes naht und Samantha sich der Bestie stellen muss...

Mit dem Feinsliebchen aus dem Grimmschen Märchen hat unsere dunkle Amazone wahrlich nicht viel gemein, bis auf den samtroten Umhang, welchen sie sich für den Showdown überstreift. Bis dahin tauchen eine Reihe Wölfe auf, die ordentlich auf Angriffe trainiert wurden, obgleich die Kamera ab und an zu sehr wackelt und Probleme mit der optimalen Distanz hat. Demgegenüber punktet sie bei den Luftaufnahmen und einer eigentlich nicht notwendigen Erotikeinlage.

Leider weist das Treiben keinerlei Humor auf, obgleich sich hin und wieder ein Augenzwinkern angeboten hätte. Der Sheriff kommt kaum aus dem Quark, der Freund von Sam auch nicht, eher macht ein einheimischer Zausel ein wenig Laune, während sich Sam lange im Hintergrund hält. Die Erzählung selbst weist zwar ein passables Erzähltempo auf, dennoch stören ein paar unnötige Szenen, wogegen die Konfrontationen zwischen Mensch und Tier zu rasch abgehandelt werden. Hier und da sind ein paar handgemachte Effekte wie Kehlenschnitt und tiefe Bisswunden auszumachen, anderweitig spritzt Computerblut, was sogleich als solches zu erkennen ist. Auch der Endgegner stammt aus dem Rechner und sieht ein wenig zu grobschlächtig gestaltet aus, für einen Finalkampf langt es gerade noch.

So muss ein Tagebuch entschlüsselt werden, eine geheimnisvolle Frau mit schwarzem Umhang erhält lange Zeit keine Funktion, herkömmliche Kugeln bewirken wie gewohnt nichts und auch ein selbst gebastelter Flammenwerfer funktioniert nur bedingt.
Was noch weniger funktioniert, ist die Synchro, denn hier sind viele Einsätze asynchron und manche Stimmen kommen sehr schwach betont rüber, was eventuell an den oberflächlichen Dialogen der nahezu durchweg lustlos auftretenden Mimen liegen mag.

Somit findet sich nicht allzu viel Stoff für Trashfreunde, unfreiwillige Lacher und gezielt eingesetzter Humor sind nicht vorhanden und auch der Blutfaktor bleibt recht überschaubar. Die trainierten Tiere bilden einen minimalen Pluspunkt und auch der Score arbeitet phasenweise überdurchschnittlich, allerdings bleiben Kamera und Schnitt aufgrund schwankender Qualität im Mittelmaß.
Gleiches gilt für den gesamten Streifen, welcher zwar einigermaßen unterhält, doch weder Fans von Werwölfen, noch Märchenfans sonderlich packen dürfte. Asylum halt.
5 von 10

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