„Dinosaur Island“ ist schon ein lustiges Ding. Für einen billigen Erotikfilm hat er viel zu viel Handlung, aber für einen ernstzunehmenden Film viel zu viel willige, nackte Frauen. Nicht zu vergessen der hanebüchene Plot, die miserablen Darsteller und die amateurhafte Inszenierung.
Eine Gruppe Soldaten strandet auf einer kleine Insel, die fast ausschließlich von halbnackten Amazonen bevölkert ist. Den Soldaten gefällt das, denn die Amazonen sind gastfreundlich und überaus nett (und wir wissen ja alle, dass der Charakter zählt). Den Amazonen wiederum gefällt das auch, dass die Soldaten da sind, denn sie haben in ihrem Leben bisher nie einen Mann zu Gesicht bekommen – wie sie es dann bewerkstelligt haben, sich fortzupflanzen wird wohl auch für immer ein Rätsel bleiben. Na ja, wie gesagt, die Insel wird fast ausschließlich von diesen Amazonen bevölkert, die Nachbarn sind einige extrem gefräßige – der Titel deutet das ja schon dezent an – Dinosaurier, die wohl damals nicht besonders viel vom allgemeinen Trend des Aussterbens hielten. Nun liegt es an den tapferen gestrandeten Recken, ihre schnell lieb gewonnenen Amazonen vor diesen Ungetümen zu beschützen.
Eigentlich bleibt ja gar nicht viel zu sagen, außer dass dieser Film wirklich unerhört dämlich ist. Dämliche Darsteller spielen dämliche Charaktere, die sich in eine Horde Blondinen verlieben und diese vor dämlich, aber nostalgisch animierten Dinosauriern beschützen. Nebenbei gibt es auch abgesehen von den Echsen noch ein paar Schauwerte in den Liebesszenen, und irgendwann ist der Film zu Ende und man hat entweder schon längst abgeschaltet, es doch irgendwie ausgehalten und durchgehend den Kopf geschüttelt, oder aber sich prächtig amüsiert. Denn zum Glück zählt „Dinosaur Island“ zu der Gattung schlechter Filme, die so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind. Und weil’s so ein dämlicher Spaß war, gibt’s auch zwei wohlverdiente Punkte.