Edward Wright's zweiter
Film nimmt Polizeifilme aufs Korn und mischt dies mit Versatzstücken aus unter
anderem "The Frighteners" und einer grossen Portion schwarzem Humor zu einer
kurzweiligen Actionkomödie, die es vor allem in der zweiten Hälfte richtig
krachen lässt. Dabei kann man "Hot Fuzz" eher als Hommage denn als Parodie
betrachten. Zuerst wird sich mit Augenzwinkern über sämtliche
Blockbuster-Action-Filme lustig gemacht, um sich später liebevoll als Fan genau
dieser zu outen. Die witzigen Kritiken an unrealistischen Szenen aus Filmen wie
"Bad Boys 2" oder "Gefährliche Brandung" werden später ad absurdum geführt, wenn
genau diese Einlagen genüsslich zelebriert werden. Dabei rutscht der Streifen
nie ins Lächerliche ab sondern bleibt auf typisch britische Art charmant. Wie
der Vorgänger "Shaun of the Dead" ist "Hot Fuzz" professionell inszeniert und
bietet neben hollywoodartigen Actioneinlagen auch ziemlich blutig ausgefallene
Morde. Diese fügen sich aber nahtlos in den Gesamtkontext ein. Zu den
Stammschauspielern Simon Pegg und Nick Frost, die ihre Rollen wie gewohnt mit
britischen Charme füllen und zudem nie lächerlich erscheinen gesellt sich
Ex-Bond Timothy Dalton, der überzeugend einen undurchsichtigen
Supermarktbesitzer spielt. Leider werden in der deutschen Übersetzung wie so oft
die köstlichen Wortgefechte an Witz verlieren. Trotzdem sollte man sich die
Komödie nicht entgehen lassen, wenn man dem typisch englischem Humor etwas
abgewinnen kann und den Vorgänger schon mochte. "Hot Fuzz" macht einen
Heidenspass. Yarp!