Der Humorist und Zeichner Walter Moers (Das kleine Arschloch) lieferte mit seinem Bestseller "Käpt´n Blaubär" die Vorlage zu diesem absurd-abenteuerlichen Streifen.
Der Film hält genau das, was auch die Kinderserie hergibt. Er besteht aus einem netten Mix aus handgemalter Animation und 3D.
Seit 1991 im TV enterten nach 8 Jahren der blaue Seebär (gesprochen von Wolfgang Völz), Hein Blöd und die drei kleinen Bären die Leinwand. Als böses Gegenstück gibt es noch seinen 'Erzfeind und Fernschachgegner' Professor Doktor Feinfinger.
Dieser Superschurke wird gesprochen von Helge Schneider und exakt damit ist es kein alleiniger Kinderfilm mehr, sondern Zwerchfellattacken garantiert. Schneider bringt zusätzlich zu den anderen Charakteren unglaublich viel (Wort-)Witz in den Film.
Die Story ist kindertypisch gestrickt - die sprudelnden Ideen sind aber einfach überwältigend. Ab und an wird sich an älteren Piratenfilmen und an James Bond bedient, was einen heimischen (Erwachsenen-)Filmabend ins Leben rufen sollte.
Unter anderem steuerten die Ärzte ein paar Stücke zum Soundtrack des Films bei. Ich habe diesen Film nun schon dreimal gesehen und fand ihn im Kino wegen der besseren Umsetzung Feinfingers disharmonischer Klänge einfach am Besten (zu Hause verzichte ich absichtlich auf Dolby Digital). Aber auch ohne ist er einfach nur göttlich.
Fazit: 9/10 Punkte
Anmerkung: Walter Moers wurde für seine Figur Käpt´n Blaubär 1994 Adolf-Grimme-Preisträger.