Um die Ermordung seiner Freundin zu rächen, geht der Künstler John Jasper einen Pakt mit dem dämonischen "M" ein, der da besagt: Seine unsterbliche Seele im Tausch gegen übernatürliche Kräfte und ausfahrbare Metall-Klingen! Da "M" ihn im Anschluss an seine Rache jedoch auch weiterhin als Mord-Werkzeug benutzt, bereut John den Deal allerdings schnell. Im Anschluss an ein besonders blutiges Massaker wird Jaspers am Tatort festgenommen und wandert in die Obhut der Psychologin Jade de Camp, die mittels Musik-Therapie zu dem nunmehr verstörten und katatonischen Mann vorzudringen versucht. "M" bereitet als Oberhaupt der satanischen Sekte "Die Hand" derweil ein okkultes Ritual vor, mit dem er in der anstehenden Walpurgisnacht den Homunculus aus der Hölle herauszubeschwören will, wozu er Jade als unschuldiges Opfer benötigt. Als Jaspers von der Schweinerei Wind kriegt, fährt er wieder die Klingen aus und mischt als Superheld "Faust" die Teufelsanbeter-Bagage kräftig auf... Man weiß irgendwie nicht, was ärgerlicher ist: Dass Brian Yuzna bei seiner Comic-Adaption "Faust - Love of the Damned" im Vergleich zur Heftchen-Vorlage sowohl deren Splatter-Faktor als auch deren schieres Maß an Sex-Einlagen (in gezeichneter Form ziemlich detailiert und quasi-pornografisch) zugunsten vermeintlicher Mainstream-Tauglichkeit ganz schön runtergeschraubt hat, oder dass das Ganze so sehr in der trendigen Ästhetik der frühen Nullerjahre inklusive hässlicher Videoclip-Optik (deprimierend: fotografiert von "Nightmare on Elm Street"- und "Shocker"-Kameramann Jacques Haitkin!) und "hippem" Industrial- und Nu-Metal auf der Tonspur (u.a. mit schlechten Songs von Machine Head und Soulfly) daherkommt, dass das alles heutzutage rückblickend betrachtet wie ein schlechter Witz wirkt...? Yuzna - der mit "Bride of Re-Animator" und "Return of the Living Dead 3" zuvor ja wirklich noch in höchsten Genre-Sphären geschwebt ist und den man da zunächst als Filmemacher noch mindestens gleichauf mit Stuart Gordon gesehen hat - gelingt es hier keinesfalls, innerhalb der Bilderflut einer minderbemittelten B-Film-Produktion seiner spanischen Fantastic Factory-Klitsche so etwas wie eine kohärente Geschichte zu erzählen, während Non-Actor Mark Frost als "Spawn"-Verschnitt für Arme in einem bescheuerten Gummi-Kostüm durch die Sets stapft, permanent dämliche Grimassen schneidet und das für "Mimik" zu halten scheint und sich somit wunderbar dem unterirdischen Gesamtniveau anpasst. Ein echter Abtörner! Hier und da ist dank Effekte-Künstler Screaming Mad George zwar noch der Wille zu kruden Latex-Einfällen und F/X-Einlagen spürbar, wie man sie ja noch aus "Dark-Society" und "Welcome to Hell" in Erinnerung hat, doch dieses Mal hat es offensichtlich derart am Budget gemangelt, dass man sich bei der Umsetzung kräftig verhoben hat, denn das sieht schon ganz schön scheisse aus! Dass dann in der Post-Produktion zusätzlich nochmal eine dicke schicht Computer-Wichse über das Debakel drübergeklatscht wurde, hilft natürlich auch nicht weiter... und selbst Genre-Fave Jeffrey Combs - hier Drehbuch-bedingt mit einer Rolle als hartärschiger Cop gestraft, die pures Klischee ist -steht darstellerisch auf völlig verlorenem Posten. Kurzum, dieser "Faust" verdient selbige in die Fresse... keine Konkurrenz für den ollen Goethe, ey...!
2/10