Review

„Mission Terminate“ ist ein typisches Actionprodukt aus den 80er Jahren. Inhaltlich dünn, schauspielerisch sehr verhalten, mit einem nicht besonders hohenBudget, Actionreich und besetzt mit einen B-Actionstar. Der Film ist das Regiedebüt des aus Trinidad stammenden Anthony Maharaj und sein erster Film mit B-Actionstar Richard Norton. Mit diesem sollte Maharaj auch gleich sämtliche weiteren Filme drehen. Zuletzt der bisher nirgends aufgeführte oder veröffentlichte „Secrets Of The Shell“.

Hier geht es um US Soldaten die in einem Vietnamesischen Dorf die Bewohner umbringen und eine Ladung Gold stehlen. Der einzige Überlebende Vietcong rächt sich Jahre später und bringt einen nach dem anderen um. Nebenbei bildet er auch noch Terroristen aus. Colonel Cooper soll den Fall klären und kümmert sich gleich noch um die Ausbildungsstelle der Feinde.

Die erste Hälfte gestaltet sich dabei etwas behäbig und kümmert sich um die Aufklärung des Falles. Dabei gibt es aber immer kurze Actionszenen die meistens aus kurzen Schlägereien und Tötungen bestehen. Spannend ist die Kriminalgeschichte dabei natürlich nicht. Dafür geht’s dann nach ca. 50 Minuten ständig zur Sache. Es wird geballert was die Waffen hergeben und der Bodycount steigt in ziemlich hohen maßen. Dieser Aufbau sollte sich in den anderen Anthony Maharai Filmen dann auch wiederholen. Ob „Not Another Mistake“ oder „Deathfight“, das Prinzip war immer das gleiche. Anfangs die nicht besonders einfallsreiche Story etwas in die Länge ziehen und dann soviel Action wie möglich unterbringen. Dabei ist die Action dann nicht sehr spektakulär, aber schön hausgemacht und hart. Die Waffen wurden mit einem netten Sound unterlegt und die Einschüsse sind oftmals blutig. Schöne große Explosionen gibt es dann auch noch als Zugabe oben drauf.

Mit Heldenhafter Musik von Ron Jones, der später auch am Theme von „Star Trek:Next Generation“ mit arbeiten durfte, stapft Actionstar Richard Norton (zum Schluss hin mit geiler Wumme!) unbesiegbar durch den Film. Ihm ist es auch zu verdanken das der Film immer unterhaltsam bleibt und nicht langweilig wird. Er kämpft und schießt sich durch den Film und hat eine Dynamik und Ausstrahlung die heutzutage den meisten B-Helden abgeht. Davon mal abgesehen dass sowieso kaum ein neuer nachkommt. Darstellerisch sicherlich nichts besonders, aber immer sympathisch und Heldenhaft. Norton ist einer der renommiertesten Kampfsportler und ein Meister im Umgang mit Waffen. Teilweise Sensationell was er zeigen kann. Ich hatte mal die Ehre ihn auf einer BUDO Gala zu treffen und eine Weile mit ihm zu unterhalten. Dadurch bin ich noch ein größerer Fan geworden, als ich vorher schon war. Leider gibt es hier nicht allzu viel Martial Arts. Vor allem der Endkampf mit Hong Kong Bösewicht Dick Wai („Acion Hunter“, „Eastern Condors“) hätte etwas länger und spektakulärer ausfallen können. Die restlichen Darsteller sind die übrigen Verdächtigen die man in einem Film, die in Thailand/Philippinen gedreht wurden, kennt und fallen sicherlich unter ferner liefen. Erwähnenswert höchstens das Franco Guerrero („One Armed Executioner“, „Kick-Fighter“) mal an der Seite von Richard Norton kämpft und nicht gegen ihn.

Fazit:

Sciherlich ist das alles nur für Hartgesottene B-Movie Fans gedacht. Sonst ist der Film technisch eher Mittelmaß, aber viel handgemachte Action und vor allem Richard Norton bereichern den Film. Seit Jahren liegt der Film mir irgendwie am Herzen und deshalb fällt meine Bewertung sicherlich höher aus, als der Film es wirklich verdient hat. Aber hat nicht jeder solche Streifen aus der Kindheit?

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